Warum eine Selbstversorgerfreizeit?

Obwohl es jedes Jahr problematisch ist, speziell für die Küche, motivierte ehrenamtliche Helfer zu finden, halten wir seit 1993 an einer Selbstversorgerfreizeit, in einem ausschließlich von uns genutzten Gebäude, fest. Dies erhöht zwar den Aufwand bei der Vorbereitung der Freizeit, macht sich für uns aber aus folgenden Gründen bezahlt:

  • In einem ausschließlich von uns belegten Gebäude, können wir das Programm und den zeitlichen Ablauf so steuern, wie wir und unsere Teilnehmer das möchten. Durch die Partnerschaft und die Nähe zum Eurocamp haben wir trotzdem die Möglichkeit, unser Programm multikulturell zu gestalten, und zusammen mit anderen Gruppen Programmteile zu gestalten (z.B. Fussballspiele oder andere Spiel- und Partyaktivitäten).
  • Wir haben die Möglichkeit, unseren Essensplan an die Wünsche der Teilnehmer und an unser Programm anzupassen. Zusätzlich sind wir nicht an die Essenszeiten in einem Haus mit mehreren Gruppen gebunden.
  • Wir können mit einem eigenen Kiosk dafür sorgen, dass die Teilnehmer zum Einkaufspreis Süßigkeiten, Eis oder besondere Getränke (Limonade) besonders günstig erwerben können. Ein Eis kostet in unserem Kiosk ca. 30 - 50% weniger als nebenan.
  • Wir haben die Möglichkeit, auf Sonderanforderungen beim Essen (z.B. Allergien) besser einzugehen.

Verpflegung und medizinische Versorgung

Wir legen großen Wert darauf, unseren Teilnehmern eine abwechslungsreiche Verpflegung mit viel Obst und Gemüse anzubieten. Wir kaufen fast alle Lebensmittel seit Jahren bei ortsansässigen Händlern und achten auf eine gute Qualität der Zutaten.
Die Kinder erhalten täglich Salat, zusätzlich steht immer, auch zwischen den Mahlzeiten, Tee oder Wasser zum Trinken bereit. Nachmittags bekommen die Kinder als Zwischenmahlzeit Nutellabrote oder hausgemachten Kuchen und Obst.

Wir arbeiten seit 1995 mit unserem Hausarzt, Dott. Uras zusammen. Er hat ein Behandlungszimmer im Ferienheim nebenan, in dem er täglich abends verfügbar ist. Zusätzlich kommt er auf Anforderung und machmal spontan zu uns ins Haus um nach dem Rechten zu sehen. Bei Unfällen oder Fällen, in denen ein Hausarzt nicht weiterhelfen kann, wird das Kind in das Krankenhaus nach Cesena gefahren. In Notfällen können wir auch auf das Krankenhaus oder den Rettungsdienst in Cesenatico zurückgreifen.
In allen Fällen, in denen ein Kind ärztliche Behandlung benötigt, ist immer ein Betreuer mit vor Ort. Wir lassen ein Kind beim Arzt oder im Krankenhaus grundsätzlich nicht allein, im Fall einer stationären Einweisung (seit 1993 zweimal vorgekommen) schläft ein(e) Betreuer(in) beim Kind im Krankenhaus.
Zusätzlich verfügen wir über eine gut sortierte Hausapotheke, um bei kleineren Wunden (z.B. wegen eingetretener Muscheln am Strand oder einem aufgeschlagenen Knie) schnell helfen zu können.
Medikamente, die von den Kindern mitgebracht oder den Kindern während der Freizeit verordnet werden, werden von uns eingesammelt. Über eine, im Betreuerbereich ausgehängte, Medikamentenliste wird mehrmals täglich sichergestellt, dass benötigte Medikamente in der richtigen Dosierung eingenommen werden. Siehe dazu auch
“Medizinisches” im Bereich “Hinweise”.

Ausflüge und Baden

In den letzten Jahren wurde unseren Teilnehmern von den Eltern häufig untersagt, allein in der Stadt unterwegs zu sein. Dieser Passus im Fragebogen wird vermutlich häufig falsch verstanden.
Die Kinder dürfen, egal was im Fragebogen angekreuzt wird, das Gelände des Ferienheims nicht alleine verlassen. Bei einem Ausflug in die Stadt geht grundsätzlich ein Betreuer mit. Wenn die Gruppe den Stadtteil erreicht hat, den sie auf dem Ausflug besuchen will, wird den Kindern erlaubt, sich innerhalb des besuchten Stadtteils für einen bestimmten Zeitraum allein oder in Gruppen zu bewegen. Dabei wissen die Kinder immer, wo der Betreuer zu erreichen ist. Bevor die Kinder losziehen dürfen, wird der besuchte Stadtteil vorgestellt und erklärt. Die Kinder entfernen sich dabei in der Regel nicht weiter als 200 - 300 Meter vom Betreuer. Auch der Marktbesuch ist unkritisch, der von uns besuchte Markt erstreckt sich über  2 Nebenstraßen und ist nur etwa 200 Meter lang. Wenn im Fragebogen ein alleiniger Stadtbesuch verboten wird, dürfen die Kinder auch diese kleinen Freiheiten nicht nutzen. Legen Sie diese Frage im Fragebogen also bitte eher großzügig aus, die Kinder sind niemals wirklich allein.

Der von uns genutzte Strand wird von einem Bademeister des Eurocamp überwacht. Die Kinder dürfen den Strand nur in Begleitung eines Betreuers betreten. Wir können die Kinder nicht allein ins Wasser lassen (wir können sonst keinen Überblick über bis zu 40 Kinder behalten). Baden im Meer geht daher nur in Absprache mit den Betreuern. Die Betreuer sind dabei verpflichtet, sich den Anweisungen des Bademeisters und den örtlichen Regelungen zu beugen. Außerdem muss mindestens ein Betreuer mit den Kindern ins Wasser (je nach Anzahl der Kinder, die Baden möchten).

Einmal während der Freizeit besuchen wir mit den Kindern das Abenteuerbad “Atlantica”.
Hier dürfen sich die Kinder frei bewegen (in Absprache mit den Betreuern und mit regelmäßigen Meldezeiten). Die Rutschen und Geräte sowie alle Becken in diesem Bad werden von den Bademeistern des Atlantica intensiv überwacht. Einige Geräte oder Attraktionen haben Altersbeschränkungen, die von den Bademeistern streng überwacht werden.

Unser HausHaus_1

Seit 1995 nutzen wir die Colonie “Pietro Zarri di Molinella” für unsere Freizeit. Das Haus steht auf einem etwa 2000 qm großen Grundstück direkt am hauseigenen Strand.

Der Garten ist mit Olivenbäumen beplanzt und bietet ausreichend Schatten. Auf dem gesamten Grundstück gibt es vielfältige Sportmöglicheiten wie z.B. Fußball, Basketball und Beach-Volleyball. Bei Bedarf stehen uns auch die Sporteinrichtungen unseres Vermieters Eurocamp nach Voranmeldung zur Verfügung.

Die Kinderzimmer im obersten Stockwerk verfügen über direkten Blick auf das Meer. Die Kinder werden in Gruppen von 7 - 10 Personen eingeteilt, jede Gruppe teilt sich einen Schlafraum. Das Haus verfügt über einen Speisesaal sowie einen Spielesaal.
In unserer Bücherei können die Teilnehmer kostenlos Bücher ausleihen, damit auch vor dem Schlafengehen für Unterhaltung gesorgt ist. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass wir für Bücherspenden immer dankbar sind. Wenn Sie also Kinder- und Jugendbücher haben, die nicht mehr gelesen werden, so würden wir uns sehr darüber freuen, wenn Sie diese Ihrem Kind nach Cesenatico mitgeben.